Ausstellung

17. März 2018

„da! Architektur in und aus Berlin“

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„da! Architektur in und aus Berlin“ läuft noch bis zum 7. April

Architekten aus der Hauptstadt zeigen, was sie können – das umreißt die Ausstellung „da! Architektur in und aus Berlin“ ziemlich genau. Noch bis zum Ende der Osterferien ist die 19. Ausgabe der Leistungsschau der Architektenkammer Berlin im stilwerk zu sehen. „Als Ideenbörse zeigt sie, was aus der Stadt erwächst – damit ist sie ein gelungenes Schaufenster für Berlin“, sagte Finanzsenator Matthias Kollatz – Ahnen zur Eröffnung in der vergangenen Woche.

Man könne stolz sein auf die Planungsbüros der Hauptstadt, ergänzte Kammerpräsidentin Christine Edmaier. Langfristige Investitionsprogramme in Schulen, Wohnungen, Infrastruktur und auch in komplettneue Stadtteile bötenriesige Gestaltungschancen, sagte sie. Das zeigten auch die präsentierten Projekte in der Ausstellung. „Jetzt ist es an den politisch Verantwortlichen und auch an den privat Investierenden, diese Gestaltungskraft zu nutzen damit öffentliche und private Mittel in nachhaltig attraktive und nutzbare Bauvorhaben fließen, die die Zukunft der Stadt dauerhaft bereichern“, mahnte Edmaier.

Das Spektrum der Leistungsschau reicht von einem Wohnhaus mit Gartenfassade über die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes bis hin zum Hallenbad der Julius-Leber-Kaserne am Kurt-Schumacher-Damm. Aus den eingereichten Arbeiten wurden in diesem Jahr 66 Projekte ausgewählt, davon 39 in Berlin, weitere 24 in anderen Bundesländern und drei im Ausland – je ein Vorhaben in China, Russland und der Ukraine. Geplant und erdacht wurden die bereits fertiggestellten Projekte alle in der Hauptstadt. Der thematische Schwerpunkt liegt wie in den Vorjahren auf dem Thema Wohnen.

Eine unabhängige Jury wählte die Vorhaben aus. Viel dreht sich um Nachverdichtung: ob Lückenschluss, Dachausbau, die Erweiterung bestehender Siedlungen oder unterirdische Raumgewinnung. Auch ein bewegliches Mikrohome wird in der Schaupräsentiert. Auf 25 Quadratmetern hat die Architektin Nataliya Sukhova vom Büro Transstruktura ein eingeschossiges Minimalhaus entworfen, das sogar eine Holzterrasse mitbringt. In einem anderen Projekt geht es um neue Wohnformen. Ein Haus in Moabit bietet in Wohngemeinschaften rund 50 Bewohnern Platz. Im Erdgeschoss sollen ein großer Essbereich und eine Lounge mit Bar, Heimkino und Gartenterrasse für Gemeinschaft sorgen.

Begleitend zu der Schau erscheint das aktuelle „Jahrbuch Architektur“, in dem alle Arbeiten vorgestellt werden. In einer Begleitausstellung stellt die Kammerinitiative „Architektur und Schule“ zudem Schülerprojekte aus dem vergangenen Jahr vor.

Alexander Riedel

Ausstellungsort:
stilwerk Berlin
Kantstraße 17
10623 Berlin
Eintritt frei

Ausstellung noch bis zum 7. April 2018, montags bis sonnabends, 8 bis 20 Uhr, sonn- und feiertags geschlossen.


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