OSTERN IN BERLIN Paradiese des Alltags

Die schöne Suche ist das Ziel 

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Gesucht und gefunden. Damit die Ostereiersuche Spaß macht, dürfen die Verstecke nicht zu leicht und nicht zu schwer sein. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn 
Schwimmendes Osternest

Wer einen Gartenteich hat, kann einige Eier auf einem Schiffchen schwimmen lassen. Für kleinere Kinder ist das aber eher nichts – zu groß die Gefahr, dass sie sich nass machen oder sogar hineinplumpsen.

In der Wanduhr

Die Idee hat schon im Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein gut funktioniert. Darin versteckt sich das siebte Geißlein im Uhrenkasten und wird so als einziges nicht vom bösen Wolf gefunden.

Im Schulranzen

Normalerweise bleibt der an Feiertagen ja zu und steht in der Ecke. Insofern suchen Kinder dort vielleicht nicht sofort. Und es ist vielleicht eine nette Überraschung für sie, einmal einen Schokohasen statt Matheaufgaben darin zu finden.

Im Stall

Wer einen Hasen als Haustier hat, ist zu Ostern natürlich perfekt ausgestattet. Es kann höchstens passieren, dass Eltern sich dann wieder mit der leidigen Frage herumschlagen müssen, was ein Hase eigentlich mit Eiern zu tun hat. Alternativ bieten sich auch der Hunde- oder Katzenschlafplatz an.

Im Backofen

Die Küche ist oft der Lieblingsort der Familie – und Kinder kennen sich dort aus. Daher ist es eine lustige Überraschung, wenn durch das Glas in der Tür des Backofens oder der Waschmaschine plötzlich ein Osterhase herausschaut. Nur vergessen darf man ihn darin nicht.

Im Briefkasten

Über Post vom Osterhasen freut sich jedes Kind. Diese Idee eignet sich besonders für alle, die einen freistehenden Briefkasten haben. Ansonsten können Eltern etwas Süßes in den Briefschlitz klemmen – nur darf die Klappe es nicht zerdrücken. Und es sollte nicht hineinfallen, sonst sieht man es nicht mehr.

An der Wäscheleine

Ein Osterversteck in luftiger Höhe bietet ein wenig Abwechslung zum Suchen auf dem Boden. Und ein Schokohase in Goldfolie an der Wäscheleine ist ein echter Hingucker. Zum Aufhängen kann er etwa in ein durchsichtiges Wäschenetz kommen. Eventuell kommt er kleineren Kindern nicht gleich ins Blickfeld. Dann müssen Eltern nachhelfen und sagen: Schau doch mal nach oben! Alternativ kann man die Süßigkeiten auch ins Gebüsch hängen.

Im Vogelnest

Ein künstliches Nest passt natürlich gut zu Eiern, es sieht hübsch aus und fügt sich gut im Garten ein. Es sollte nur nicht zu hoch liegen, damit Kinder noch die Eier darin sehen können.

Werden viele Ostergeschenke versteckt, kann es hilfreich sein, die Verstecke aufzuschreiben. Räume, in denen Wertvolles zu Bruch gehen könnte oder Gefahren lauern, sollten von der Suche ausgeschlossen werden: Hier signalisiert ein Schild in Augenhöhe, dass diese Tür nicht geöffnet werden darf. Nicht alle Kinder sind gut im Suchen. Deshalb sollten ein paar Eier immer auch in einfacheren Verstecken landen. dpa/Tsp

Augenweide für willkommene Gäste  

Mit ein paar Ideen entsteht eine tolle Festtafel  

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Foto: picture alliance / Royal Copenhagen
Teller, Besteck, Gläser und Tassen, Servietten – und noch etwas Deko. Mehr braucht man eigentlich nicht für ein schönes Familienessen zu Festtagen wie Ostern. Aber das macht noch lange nicht eine toll gedeckte Tafel aus, die Familienmitglieder, Gäste und vor allem auch einen selbst begeistert.

Menschen, die das Eindecken besonders gut können, sind die Kreativdirektoren und Experten von Porzellanmanufakturen. Diese überlegen sich ja nicht nur Designs für ihre Services, sie machen sich dabei stets um das Gesamtkonzept Gedanken, und sie illustrieren das für die Verkaufskataloge. Drei Experten verraten, wie man aus dem Gedeck für ein Familien-Frühstück und einen Feiertagskaffee eine Festtafel macht:

Aus der Zeit gefallene Dekorationen werden zur Besonderheit

KLEINE HINGUCKER: Dekorationen können begeistern. Sie liefern ein Gesprächsthema, sie zeigen, dass man sich Mühe gibt. Aktuell liegt nicht aber unbedingt Opulentes im Trend, sondern kleine Elemente. So rät Niels Bastrup, Creative Director des Geschirrherstellers Royal Copenhagen, etwa Bezüge zum Frühling herzustellen. „Das kann ein farbiges Band um die Serviette sein, in einer Farbe, die zum Frühling passt.“ Oder es wird in die auf gerollte und auf dem Teller liegende Serviette eine Tulpe oder Narzisse gelegt. Blumen sind für alle Experten auf einer Tafel sowieso selbstverständlich. „Oder Zweige, an denen ganz schlicht ein paar Ostereierhängen“, rät Trine van der Valk Rasmussen, Marketingleiter bei Kähler Design. Eine ungewöhnliche grüne Alternative schlägt Simone Struve vor, Sprecherin von Villeroy & Boch: Möhren mit Blätternstatt den Blumen auf den Tisch legen.

Auch Kerzen gehören für Bastrup zu einem Treffen am Tisch dazu: „Ich bin Däne, bei uns ist es oft dunkel. Wir haben immer Kerzen an, egal ob es fürs Frühstück oder Abendessen, ob es Dienstag oder ein Festtag ist.“ Struve schlägt vor, die Dekoration auch auf die Speisen abzustimmen: „So kann man etwa zu einem Pasta-Essen mit Nudeln dekorieren.“

ERBSTÜCKE EINBAUEN: Nicht jedes Stück der Tafel muss aus einer Serie stammen. Sogar die Stylisten der Tische für die Kataloge von Royal Design suchen nach besonderen Stücken, die sie zusätzlich auf die Tafel geben. „Das kann zum Beispiel eine Zuckerdose von Oma Ursula sein oder ein geerbtes Teil von Tante Karin“, sagt Bastrup. „Gläser und Schalen lassen sich auch wunderbar für viele Anlässe zweckentfremden.“ Oder wie wäre es, mal wieder die alten Serviettenringe aus der Aussteuer zur Hochzeit zu verwenden?

Aber auch kleine Absurditäten wie ein Toasthalter, den man vor vielen Jahren als Spaßgeschenk bekommen hat und für den es sonst keine Anlässe gibt, werden zur Besonderheit auf der Tafel. Wer so etwas nicht zu Hause hat: auf Flohmärkten stöbern. „So etwas kann dann auch Gespräche starten“, sagt Bastrup. Der Gast sagt, dass ihm ein Stück gut gefalle, und schon habe man eine Geschichte zu erzählen, woher, von wem und wie man es erhalten hat.

SPEISEN FARBLICH UNTERSTÜTZEN: Ein stimmig eingedeckter Tisch und eine farblich passende Tischdekoration sind das eine. Aber optisch kann eine besonders bunte Speise das harmonische Bild stören – etwa ein bunter Gartensalat mit saftig grünen Blättern, feuerroten Tomaten und gelben Paprikastücken. „Ich gebe ihn besser in eine einfarbige Schüssel, sonst ist das zu viel Farbe“, sagt Rasmussen. Außerdem findet die Geschirr-Expertin: „Einfache Tischeindeckungen wirken in der Regel sowieso viel moderner.“ Das Auge beruhigt auch eine in Linien gedachte Eindeckung – wenn zum Beispiel Teller auf gleicher Höhe stehen.

GRUPPEN BILDEN: Zu besonderen Anlässen sind die Tische oft viel zu vollgestellt. Bastrup rät, Ordnung und optische Ruhe zu schaffen, indem man Gruppen bildet. Er schlägt vor, Zuckerdose und Milchkännchen mit anderen Kleinigkeiten auf eine Marmorplatte oder einen Platzteller zu stellen. Diese sind am besten zwar farblich von der Restdekoration abgesetzt, aber passen zum Gesamteindruck – etwa ein Teller aus dunkelbraunem Holz auf einer beigen Tischdecke zu weißem Geschirr. Auch in einem Korb lassen sich manche Sachen bündeln.

MÜHE MACHEN: „Wenn der Gast bemerkt, dass man sich Mühe gemacht hat, fühlt er sich umso mehr willkommen. Er freut sich darüber“, sagt Kreativdirektor Bastrup. Das machen schon Kleinigkeiten aus – etwa, die Marmelade aus dem Glas in eine kleine Schale umzufüllen. Auch Tischkarten gehören für Bastrup dazu: Gäste empfinden es als besondere Aufmerksamkeit, auf der Tafel persönlich angesprochen zu werden. Aber auch die eigenen Kinder sind sicher begeistert davon, ihren Namen auf einem Tischkärtchen zu einem besonderen Anlass zu lesen. „Das Schöne ist ja, an so etwas haben beide Seiten Spaß, der Gast und auch der Gastgeber, der alles vorbereitet“, findet Bastrup. „Es geht dabei auch gar nicht immer darum, einen Tisch perfekt und super gelungen einzudecken.“ Simone A. Mayer, dpa 


NACHRICHTEN 

Berlin präsentiert ab Ostern viele kleine Paradiese 

Lesungen, Ausstellungen, Vorträge, Musikabende, Gottesdienste und ein Kirchentag – Berlin ist in diesem Jahr Teil der weltweiten Jubiläumsfeierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Reformation. In den kommenden Monaten sind dazu mehr als 50 Veranstaltungen und Ausstellungen geplant. Zum Auftakt ist ab Ostern stadtweit die Open-Air-Ausstellung „Das Paradies ist überall“ zu sehen. Dafür sollen bis Pfingsten an mehr als 70 Orten 2,5 Meter hohe und 1,5 Meter breite rote Betontore errichtet werden, die „kleine Paradiese“ markieren. Neben Informationen über den jeweiligen Standort und die Reformation sollen die Tore auch zum Dialog anregen. Unter anderem werden sie am Kurfürstendamm, am Boxhagener Platz, am Tierpark wie auch am Potsdamer Platz oder in den Prinzessinnengärten zu finden sein. epd

Weitere Informationen unter:
www.paradiese.berlin

Abgeschreckte Ostereier halten maximal zwei Wochen 

Gefärbte und hart gekochte Ostereier werden oft länger aufbewahrt. Eier werden deshalb aber besser nicht abgeschreckt. Denn durch den Temperaturschock nach dem Kochen bildet sich eine Luftschicht zwischen Ei und Schale, schreibt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das Ei lässt sich dann zwar einfacher pellen, es gelangen aber auch Mikroorganismen durch die Schale. Solche Eiermüssen kühl gelagert werden und spätestens nach zwei Wochen verzehrt werden. Wer die Eier nicht abschreckt, kann sich mehr Zeit lassen: Sie halten sich länger als vier Wochen. dpa  

Alles dreht sich jetzt wieder ums Ei: Acht Ideen für gute Oster-Verstecke  

Von Tobias Schormann  

Ostereier dürfen für Kinder nicht zu einfach zu finden sein – sie sollten aber auch nicht unentdeckt bleiben. Sonst tauchen sie erst nach Monaten im Schrank oder unter dem Sofakissen wieder auf. Eltern müssen die Verstecke daher altersgerecht aussuchen.

Kinder bis zum Vorschulalter tun sich schwer damit, Ostergeschenke zu finden. „Kleinere Kinder haben natürlich eine geringere Frustrationstoleranz, da darf die Suche nicht zu lange dauern“, sagt Andreas Engel von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Liegen die Leckereien etwa im Gras oder Blumenbeet, dürften sie bei kleinen Kindern ruhig ein gutes Stück hervorgucken. Bei 3-Jährigen genügt es oft schon, das Geschenk verpackt mitten ins Wohnzimmer zu legen.

Für ältere Kinder können die Verstecke dagegen etwas schwieriger sein – sonst ist es langweilig. Im Zweifel bringen Eltern die Kleinen einfach mit Hinweisen wie „heiß“ oder „kalt“ auf die richtige Fährte.

Wichtig ist dabei, dass die Suche beiden Spaß macht – Eltern und Kindern. „Kinder riechen das, ob die Eltern an etwas Interesse haben.“ Ist das Verstecken der Ostereier für Eltern reines Ritual und bloß eine Pflichtübung, macht es auch den Kindern keinen Spaß.

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